Im November wurden insgesamt 251 Menschen gegen ihren Willen aus Baden-Württemberg abgeschoben: Am 11. November 83 Menschen nach Albanien und am 17. November 85 Menschen in den Kosovo. Am 29. November dann 83 Menschen nach Serbien und Mazedonien. Bei der letzten Abschiebung wurde eine im Markgräflerland lebende Familie auseinandergerissen: Der Vater und seine sieben Kinder (eines davon mit Trisomie 21) wurden abgeschoben, die Mutter sowie die an Krebs erkrankte Großutter und ihr Mann blieben in Deutschland. Einen Eilantrag des Anwalts der Familie lehnte das Verwaltungsgericht Freiburg unter Berufung auf die Einschätzung des Regierungspräsidiums und insbesondere der an der Abschiebung beteiligten Polizei ab. Die ärztlichen Atteste wurden offenbar nicht berücksichtigt. Dieser Fall zeigt wieder einmal, mit welcher Rücksichtslosigkeit die baden-württembergischen Behörden Abschiebungen um jeden Preis durchzuziehen versuchen.

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