Am 9. Januar fand die erste Sammelabschiebung aus Baden-Württemberg für das Jahr 2017 statt. Es wurden insgesamt 53 Menschen gegen ihren Willen nach Serbien und Mazedonien abgeschoben. Darunter ein älterer Mann aus Rottweil mit einem dringend zu operierendem Gehirntumor, sein geistig behinderter Sohn und seine Enkelin, welche ihren Lebensgefährten in Deutschland zurücklassen musste. Alle Angehörige der auf dem Balkan diskriminierten Roma-Minderheit. Auch aus Freiburg wurden eine Roma Familie abgeschoben. Am 12. Januar wurden 88 Menschen in den eiskalten (-7 Grad) Kosovo abgeschoben. Dagegen protestierten am 16. Januar rund 100 Menschen in Freiburg. Bei einem Gang auf die Ausländerbehörde wurde ebenfalls am 12. Januar Modu ein Flüchtling aus Gambia in Nürtingen festgesetzt und wanderte sofort in den Abschiebeknast Pforzheim, aus welchem er am 24. Januar nach Italien abgeschoben wurde. Am 26. Januar kam es dann zur zweiten Sammelabschiebung in das Bürgerkriegsland Afghanistan: 26 Menschen wurden gegen ihren Willen nach Kabul geflogen. Am Flughafen Frankfurt gab es Proteste der Gruppe Afghan Refugees Movement. Am 27. Januar wurden dann 106 Menschen nach Albanien abgeschoben, darunter eine vierköpfige Familie aus Freiburg. Am 30. Januar schlussendlich wurden 59 Menschen nach Serbien und Mazedonien abgeschoben, darunter noch einmal 4 Menschen aus Freiburg…

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