In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: Niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtsverstöße (unbezahlter Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehalten von Trinkgeldern), Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen – insbesondere sexistische und rassistische.

Die Chef*innen haben dabei meist freie Hand, da sich niemand wehrt. Dies liegt einerseits an der unzureichenden Kenntnis bezüglich des Arbeitsrechts und der Kampfmöglichkeiten, andererseits an der Angst vor Jobverlust oder mangelnder Konfliktbereitschaft, da der jeweilige Job nur als temporäre Zwischenstation geplant ist.

Die FAU Freiburg hat deswegen eine Kampagne für einen Lohnspiegel in der Gastro initiiert (-> Umfrage). Auf diese Art kann Lohntransparenz hergestellt werden – im einzelnen Betrieb und vielleicht sogar in ganz Freiburg. Auf dass niemand, der einen neuen Gastro-Job anfängt, künftig schlechter bezahlt wird als andere Gastro-Angestellte, und alle Bescheid wissen, wie hoch die Löhne im Moment sind. Dieses Werkzeug könnte es uns ermöglichen, die Löhne im Gastro-Bereich nach oben zu drücken!

Categories: Newsticker 0 like

Comments are closed.