„Diktatur des Proletariats“, „Vergesellschaftung der Produktion“,
„Arbeit vs. Kapital“, „Klassenkampf“ – Bezüge, die aus linker Theorie
und Praxis heute nicht wegzudenken sind. Kein Wunder bei einer
politischen Bewegung, die sich aus gutem Grund als praktische
Nachfolgerin der historischen Arbeiterbewegung versteht und deren
theoretischer Ursprung im historischen Materialismus zu finden ist, der
sich explizit auf gesellschaftliche Reproduktion als Basiskategorie
bezieht.
Dabei ist der linke Bezug auf Arbeit kein Ungebrochener: Gerade das
historische Scheitern des Arbeitermarxismus sowie dessen feministische
Kritik, geben der radikalen Linken neue Denkaufgaben. Dabei geht es zum
einen darum die versteckten und teilweise tradierten Vorstellungen, die
in der Linken mit dem Thema Arbeit verbunden sind zu rekonstruieren,
andererseits aber auch darum weiter zu denken und seine Bedeutung für
die aktuelle kapitalistischen Vergesellschaftung zu diskutieren. Denn
sicher ist nur: Die Kategorie der Arbeit und alles, was damit
zusammenhängt, sind zentral für eine linke Gesellschaftskritik, die es
sich zur Aufgabe macht gesellschaftliche Widersprüche offenzulegen und
letztendlich emanzipatorisch zu überwinden.
Im zweiten Teil unserer Seminarreihe „Gegen die Herrschaft der
falschen Freiheit“ wollen wir uns deshalb der Arbeit widmen. Welchen
Stellenwert hat sie in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung? Welche
Vorstellungen sind in der Linken immer noch mit Arbeit verbunden? Wie
sieht es mit dem Zusammenhang von (Lohn-)Arbeit und Geschlecht aus? Was
bedeutet Arbeits- und Leistungsfetisch und wie kann Arbeit
ideologiekritisch angegangen werden, ohne in einen platten
Verweigerungsmodus abzugleiten? Was heißt das letztendlich für die
Praxis einer radikalen Linken?
Diese und weitere Fragen wollen wir am 13./14.03. gemeinsam mit euch
diskutieren. Deshalb laden wir euch zu unserem Workshopwochenende in
Frankfurt ein. Wie immer sind Vorkenntnisse nicht notwendig, denn das
Seminar ist so konzipiert, dass sich alle beteiligen können. Es wird in
jedem Workshop ein kleines Inputreferat geben, auf das dann eine
Arbeitsgruppenphase folgen wird, in deren Anschluss wir wiederum bei
einem gemeinsamen Plenum die dort erarbeiteten Ergebnisse diskutieren
wollen.
Das Seminar ist Teil der Kampagne „Staat.Nation.Kapital.Scheiße! – Gegen
die Herrschaft der Falschen Freiheit“, die das bundesweite
…UmsGanze!-Bündnis organisiert.
Mehr Infos: falschefreiheit.blogsport.de
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