vom 31. August bis zum 03. September in St. Georgen im Schwarzwald

Verstehen, kritisieren, etwas neues schaffen. Für all das steht das AMS in St. Georgen im Südschwarzwald. Hier wird für vier Tage ein Freiraum in Form eines selbst verwalteten, linken Camps geschaffen. Ein Raum, der Vorträge, Workshops und Kulturveranstaltungen bietet – alles in einem Rahmen für die Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen, wie ihn der kapitalistische Alltag sonst kaum hergibt. Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und sonstige menschenverachtende Ideologien stehen unserer Vorstellung vom schönen Leben entgegen, darum wollen wir unseren Teil zur Überwindung dieser beitragen.

Unser politisches Selbstverständnis wollen wir auch im Umgang miteinander und in der Selbstverwaltung zum Beispiel beim Kochen, Aufräumen, Bühnenaufbau etc. in die Praxis umsetzen. Aber auch die kulturelle Bildung und das Feiern kommt beim AMS nicht zu kurz. Jeden Abend finden unterschiedliche Kulturveranstaltungen auf Wald- oder Zeltbühnen statt. Von Theatervorstellungen, über Performances, Varietéaufführungen bis zu Installationen und Konzerten, wird ein vielfältiges Kulturprogramm geboten.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Camps.


Wir werden mit zwei Workshops anwesend sein:

„Was ist eigentlich Anarchie und was wollen die Anarchisten?“

Ein einführender Vortrag in die politische Philosophie des Anarchismus.

Über Anarchismus gibt es vielerlei Vorstellungen: Für die einen „herrscht“ Anarchie, zum Beispiel in Somalia oder anderen Weltgegenden, für die Anderen heißt Anarchie die Abwesenheit jeder sozialen Ordnung oder politischen Organisation und wieder andere benutzen den Begriff als ein Synonym für Chaos und Randale.

Es gibt aber auch Menschen, welche sich positiv auf den Begriff des Anarchismus beziehen und sich selbst als Anarchisten und Anarchistinnen bezeichnen. In dem kurzen Vortrag werden die Grundgedanken der politischen Philosophie des Anarchismus vorgestellt und verschiedenen anarchistische Themenfeldern beleuchtet. Vorkenntnisse über die Philosophie des Anarchismus oder anarchistische Literatur sind dabei nicht notwendig.

„Einführung in die kritische Theorie“

Ist man in der linken Subkultur oder in der linken Studentenszene unterwegs stolpert man ab und an über sie: Die kritische Theorie. Mit ihr verbinden sich Namen wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer oder Herbert Marcuse und Buchtitel wie „Dialektik der Aufklärung“, „Der eindimensionale Mensch“ oder „Studien zum autoritären Charakter“. Man weiß über sie, dass sie kompliziert sei, irgendwie praxisfeindlich, aber doch mit der Studierendenbewegung 1968 folgend zusammenhängend.

Der Workshop will etwas Licht ins Dunkle bringen: Es sollen einige Grundgedanken der obigen Denker vorgestellt und erklärt werden was die „kritische“ von einer konventionellen Theorie unterscheidet. Auch wollen wir uns den Entstehungszusammenhang der Gedanken – welche erst später zur Frankfurter Schule synthetisiert wurden – anschauen. Nebenbei werden wir einen wilden Streifzug durch die Werke Marx, Freuds und der Philosophen der bürgerlichen Aufklärung absolvieren.

Am Ende werden viele Fragezeichen zurückbleiben, aber möglicherweise auch die Motivation sich weiter mit der kritischen Theorie der Gesellschaft zu beschäftigen oder gar einmal selbst seine Nase in die alten Schmöker zu stecken.

Zudem noch der Hinweis auf den Feministischer Bauworkshop:

Vom 25. bis 30. August findet während des Aufbaus des ams* Camps unser feministischer Bauworkshop von Frauen* für Frauen* statt. Habt ihr Lust mitten im schönen Schwarzwald mit einer netten Gruppe von Frauen* einen Außensitzbereich für die Festivalbesucher*innen zu bauen und alles in Ruhe zu lernen, was man dafür braucht (Teilnahme kostenlos & keine Vorkenntnisse erforderlich), dann melde dich bei uns unter *fem.bau@gmx.de* zur Anmeldung (oder für weitere Fragen). Wir freuen uns auf euch!

 

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